17. Jahrhundert - Erste Spuren Copitz war ein sehr kleines Bauern- und Fischerdorf, das zunächst zur Herrschaft Wehlen gehörte. Später wurde es Pirna frondienstpflichtig. Es gab bereits eine Fähre. Rat zu Pirna am 01. August 1663: Ein Mann aus Mitau in Kurland hat sich um die Schulmeisterstelle in Copitz beworben. 18. Jahrhundert August der Starke (1670-1793) erlässt 1713 und 1724 Befehle zur Unterrichtung der Kinder im Lande Sachsen. Darin wird die Errichtung von Dorfschulen gefordert. In dieser Zeit arbeiteten in Copitz diese Lehrer: 1725 - 1727 Ephraim Grohmann 1727 - 1779 Johann Benjamin Feller 1779 - 1791 Carl Siegried Leuporth 1791 - 1800 Johann Gottfried Hesse Die Schule in Copitz wurde als Wandelschule geführt. 19. Jahrhundert Um 1800 wurde auf dem Hauptplatz ein Schulhaus erbaut. Es liegt mitten im Dorf und enthält außerdem Schuppen und Bedachung für Feuerspritzen und Löschgerätschaften. Der Lehrer erhielt 200 Taler Jahresgehalt. Eine Anweisung der Amthauptmannschaft des Dresdner Kreis-Direktions-Bezirkes besagte, dass es bis zum Herbst 1835 einen Schulvorstand in Copitz geben sollte. Außer dem Schuldirektor oder einem Vertreter wurden vermögende Bürger des Dorfes Mitglied des Schulvorstandes. Dieser hatte sich um die materiellen Belange der Schule zu kümmern. 1840 gab es in Copitz 92 Schüler, 1880 waren es bereits doppelt so viel. Lehrer waren in dieser Zeit: 1800 - 1814 Johann Gottfried Hesse 1814 - 1835 Johann Christoph Feller 1835 - 1853 Albert Reinhold. Am 15. März 1861 wurde der Grundstein für das Schulgebäude auf der Oberleithe gelegt und am 24. Oktober fand die feierliche Einweihung statt. Die Gesamtkosten betrugen 4500 Taler. Das Gebäude war ein Stockwerk niedriger als heute. Links und rechts der Elbe entstanden nach und nach immer mehr Industriebetriebe, die Bevölkerung im Elbtal wuchs an. 1836 wurde die Personenschifffahrt auf der Elbe eingeführt. 1848 erfolgte die Einweihung der Eisenbahnstrecke von Dresden nach Pirna, 1850 der Anschluss bis Krippen und 1875 bis zur Landesgrenze. Am 03. Oktober 1875 wurde die Elbbrücke von Pirna nach Copitz eingeweiht, am 15. Oktober des gleichen Jahres wurde die Eisenbahnlinie Pirna-Copitz-Lohmen-Arnsdorf in Betrieb genommen. Am 05. Juni 1885 nahm man in Pirna den Fernsprechverkehr auf. Unter diesen günstigen Vorraussetzungen entstanden unter anderem Betriebe wie: 1886 Zellstoffwerke Hoesch Pirna 1886 Kunstdruck-Papierfabrik Krause & Baumann Heidenau 1892 Heidenauer Papierfabrik 1897 Rockstroh-Werk Druckmaschinen AG Heidenau Stahlwerk Gebrüder Hunger Vereinigte Zwieseter und Pirnaer Farbglaswerke Holzindustrie Friedrich Hengst Maschinenfabrik Brauer & Co. Maschinenfabrik und Eisengießerei Gebrüder Lein Es existierte ein Projekt für eine elektrische Straßenbahn von Seidnitz über Heidenau, Pirna, Copitz und Graupa bis nach Pillnitz. Dieses Projekt wurde jedoch niemals realisiert. Die Einwohnerzahl des Dorfes Copitz stieg von 779 im Jahre 1849 auf 4468 im Jahre 1889. Bereits im März 1885 erfolgte die Ausschreibung für einen Schulneubau in Copitz: "... Die Schulgemeinde Copitz bei Pirna beabsichtigt, ein neues Schulhaus zu bauen und fordert daher hierdurch auf diesen reflektierende Baumeister auf, Zeichnungen und Kostenanschläge bei dem Unterzeichneten bis längstens zum 15. August dieses Jahres einzureichen ... Die als die beste befundene Zeichnung soll mit 200 Mark prämiert werden .. " Den Auftrag erhielt schließlich der Baumeister Fürchtegott Kemnitzer aus Pirna, der den Bau für 69 587, 15 Mark errichtete. Am o4. Januar 1888 berichtet der Pirnaer Anzeiger: " Für unsere Nachbargemeinde Copitz war der gestrige 03. Januar ein bedeutungsvoller Festtag, denn an ihm fand die Einweihung des neu erbauten Schulgebäudes statt." Der erste Direktor der Schule, Herr Schuster aus Heinewalde, wurde in sein Amt eingewiesen. In der Schule lernten von nun an 451 Kinder. Am 18. Oktober 1898 wurde von der Amtshauptmannschaft Pirna der Plan für die Vergrößerung des Schulgebäudes und für den Bau einer Turnhalle für die Gemeinde Copitz bestätigt. In den folgenden Jahren war das Schulwesen in Copitz starken politischen und wirtschaftlichen Einflüssen ausgesetzt: Der erste Weltkrieg, die Inflation in der Weimarer Republik, der Nationalsozialismus und der zweite Weltkrieg mussten ertragen und überwunden werden.
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