Kunst Beitrag zur allgemeinen Bildung Im Sinne einer ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung trägt das Fach Kunst grund-legend zur musisch-künstlerischen Bildung und zur Ausprägung von Bildkompetenz bei. Es leistet einen bedeutenden Beitrag zur Werteorientierung, zur Herausbildung kultureller Identität, zur Wahrnehmungsschulung und zur Entwicklung gestalterischer Fähigkeiten. Auf diese Weise hilft das Fach in hohem Maße bei der Bewältigung motorischer, sinnen-hafter und geistiger Anforderungen, bietet wesentliche Potenziale zur Selbsterforschung und Selbstfindung der Schüler und ist Impuls gebend für alle Bereiche schulischen Lebens. Auf der Grundlage des Verstehens komplexer ästhetischer Zusammenhänge und des Lösens gestalterischer Aufgaben sind die Schüler entsprechend ihren Neigungen und Begabungen schöpferisch tätig und können vielfältige Interessen entwickeln und verwirklichen. So werden sie bestärkt, an der Gestaltung ihres gesellschaftlichen Umfeldes mitzuwirken und Anforderungen gewachsen zu sein, die Ausbildung und Berufsleben an sie stellen werden. Allgemeine fachliche Ziele Abgeleitet aus dem Beitrag des Faches zur allgemeinen Bildung werden folgende allgemeine fachliche Ziele formuliert: Entwickeln differenzierter Wahrnehmungs- und künstlerisch-ästhetischer Erlebnisfähigkeiten Ausprägen individueller Ausdrucks- und Gestaltungsfähigkeiten Entwickeln von Fähigkeiten fachspezifischer Kommunikation und künstlerisch- ästhetischer Urteils- und Kritikfähigkeit Strukturierung Die Inhalte des Faches Kunst werden durch Gestaltungsdimensionen und Arbeitsfelder strukturiert. Gestaltungsdimensionen: In Gestaltungsdimensionen werden Eigenart und Verlauf künstlerisch ästhetischer Schaffens- und Rezeptionsprozesse thematisiert. Flächiges und körperhaft-räumliches Gestalten definieren sich dabei über Zwei- bzw. Dreidimensionalität, während prozesshafte Kunst diese um eine zeitliche Dimension erweitert. Die unterschiedlichen Strategien des künstlerischen Arbeitens (konzeptionell, intramedial, intermedial) sind sowohl Bestandteil jeder Dimension als auch Verbindungsglied zwischen diesen. Auf dieser Basis ergeben sich für das Fach Kunst die Lernbereiche: Gestalten auf der Fläche Gestalten von Körper und Raum Gestalten des Prozesses Innerhalb der Lernbereiche werden Arbeitsfelder inhaltlich und methodisch differenziert, die sich gegenseitig bedingen, durchdringen und ergänzen: 1. Künstlerisch-ästhetische Praxis verlangt produktives und rezeptives kreatives Handeln, das auf prozess- und produktbezogene individuelle Lösungen orientiert. 2. Kunst- und Gestaltungstheorie setzt sich mit Bildsprachen und Wirkungsweisen traditioneller und zeitgenössischer künstlerischer Verfahren auseinander und stärkt die Wahrnehmung alltagsästhetischer Phänomene. 3. Kunst- und Kulturgeschichte steht für die geschichtliche Einbettung eines zeit-gemäßen Kunstverständnisses. Im Interesse der Thematisierung unterschiedlicher Erscheinungsformen von Kunst und verschiedener Erfahrungsbereiche der Menschen orientieren sich die Lernbereiche an folgenden Klassenstufenthemen: Klassenstufe 5 Natur und Kunst Klassenstufe 6 Farbwelten Klassenstufe 7 Reichtum des Hell-Dunkel Klassenstufe 8 Vielfalt bildnerischer Techniken Klassenstufe 9 Faszination des Raumes Klassenstufe 10 Ich und die Kunst Der Lehrgang ist mit Ende der Klassenstufe 9 abgeschlossen. Im Mittelpunkt der Klassenstufe 10 steht die Vertiefung künstlerisch-praktischer, theoretischer sowie kunstgeschichtlicher Themen.
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